Regie
Antonio Cascais
Buch
Antonio Cascais
Kamera
Nikolaus Tarouquella
Ton
Paulo Munhoz
Schnitt
Ingrid Schramme
Fernsehsender/Produktion
ZDF/3sat, Red. Jürgen Natusch, Kobalt Productions, Red. Eva Rink

Brasilien leidet an einer der schlimmsten Wasserkrisen seiner Geschichte. Dem Land geht das Wasser aus und das kurz vor den Olympischen Spielen im Sommer 2016. Der Regen bleibt über Jahre aus, der Grundwasserspiegel sinkt, Quellen versiegen, Flüsse trocknen aus. Brasilien, eines der wasserreichsten Länder der Erde, nimmt seinen Bürgern die Lebensgrundlage. Hauptursache ist der Raubbau an der Natur: Brandrodungen, Umwidmung riesiger Waldgebiete in Acker- und Weideflächen mit intensiver Bewässerung, eine auf Wachstum und Großprojekte setzende Wirtschaftspolitik. Mehr als die Hälfte der brasilianischen Bevölkerung leidet unter Wassermangel und Wasserverschmutzung und die politisch Verantwortlichen schauen tatenlos zu, wie die Katastrophe ihren Lauf nimmt. In São Paulo, Rio de Janeiro und Brasilia, sowie in der Wüstenregion des Sertão im Nordosten, in den zerstörten Ökosystemen des Cerrado und Amazonas und schließlich auch am Rio Doce, wo sich im November vergangenen Jahres eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte des Landes ereignet hat, wird klar, dass die Wasserkrise in Brasilien menschengemacht ist.

Kontakt: ZDF/3sat, Subkoordination Dokumentation/Wirtschaft, 55100 Mainz