Regie
Katarina Schickling
Buch
Katarina Schickling
Kamera
Oliver Biebl
Schnitt
Christian Bobsien
Fernsehsender/Produktion
ZDFzoom, Red. Hilde Buder-Monath, TANGRAM International GmbH

Deutsche Agrarpolitiker haben die Milchbauern immer wieder ermuntert, weltweit neue Märkte zu erschließen. Auch gegen den Preisverfall schien es ein probates Heilmittel zu geben, indem die EU im Rahmen der so genannten Marktintervention in großen Mengen Milchpulver aufkauft und einlagert. Die Interventionsmenge wurde im Jahr 2016 auf 350.000 Tonnen erhöht, Milch, für die es in Europa keine Abnehmer gibt, aber in Afrika. Die Nachfrage nach Milchprodukten ist dort in den vergangenen zehn Jahren rapide gestiegen. In Kamerun hat die Milchschwemme aus Europa vielversprechende Ansätze eigener Milchwirtschaft im Keim erstickt. Molkereien, zum Teil aus europäischen Entwicklungshilfegeldern finanziert, stehen leer, weil die Bauern mit der Milch aus Europa nicht konkurrieren können. Die Lebensbedingungen in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara sollen jedoch verbessert werden, damit die Menschen nicht als Wirtschaftsflüchtlinge nach Europa kommen. Auf der Euro-Tier-Messe in Hannover erfährt man, dass Kälber in der modernen Landwirtschaft keine Milch mehr bekommen, sondern Ersatzstoffe aus dem umstrittenen Palmöl, denn für sie ist selbst die Billigmilch noch zu teuer. Für Landwirt Erwin Reinalter aus dem Allgäu gab es keinen Ausweg. 50 Cent für den Liter Milch hätten gereicht, um seinen Hof zu retten. Doch das hätte auch für den Verbraucher einen höheren Preis bedeutet.

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