Regie
Christian Gropper
Buch
Christian Gropper
Kamera
Matthias Schellenberg, Ulf Behhrens, Barbara Struif
Ton
Frank Masche, Zoe Struif
Schnitt
Iris Allmendinger
Fernsehsender/Produktion
HR, Politik und Gesellschaft, Red. Sabine Mieder, Bettina Schmidt-Matthiesen

In den Flüchtlingslager „Camp Smara“, im Westen von Algerien in der Wüste, leben mehr als 100.000 Menschen. Sie nennen sich Sahrauis, Volk der Sahara, und warten seit nunmehr 40 Jahren fernab von ihrer Heimat und vergessen von der Weltöffentlichkeit auf eine Lösung ihres Konflikts. Mohamed Sulaiman hat in Algerien englische Literatur und Kunst studiert und kehrte nach dem Studium zu seiner Familie ins Lager zurück. Heute näht er Kleider für den kleinen Laden seines Vaters und arbeitet manchmal als Übersetzer, wenn internationale Besucher in die Flüchtlingslager kommen. Mit ihm erkundet das Filmteam den Alltag in den Lagern und an der schwer bewachten Grenze zum marokkanisch besetzten Teil ihres Landes. Rund zwei Drittel der Flüchtlinge sind unter 25 Jahre alt, eine ganze Generation, die außer dem Lager nie etwas von der Welt gesehen hat. Die ersten Stimmen nach einer Rückkehr zu den Waffen werden bereits laut. Immer wieder führt die UNO Verhandlungen, die immer wieder scheiterten. Marokko betrachtet die Westsahara als Südprovinz und beutet die Bodenschätze aus. Die Geschäfte mit den Ländern Europas versprechen auch in Zukunft lukrative Gewinne. Wie lange wird die Region ruhigbleiben? Kann sich die Welt einen weiteren Krisenherd leisten oder muss Europa auch diesen Konflikt thematisieren, um Frieden in der Westsahara zu ermöglichen?

Kontakt: HR, Bertramstr. 8, 60320 Frankfurt/M., Tel. 069-155-2691, e-mail: Sabine.Mieder@hr.de