Die Spur der weißen Elefanten
Die Spur der weißen Elefanten. Der Streit um sportliche Großereignisse
Deutschland 2016, 58 Min.

Regie
Lourdes Picareta
Buch
Lourdes Picareta
Kamera
Thomas Schäfer
Ton
Marcus von Kleist
Schnitt
Holger Schwämmle
Fernsehsender/Produktion
SWR/arte, Red. Roberto Sanchez

Der Sportökonom Andrew Zimbalist aus Massachusetts, USA, war Teil der Bewegung, die dazu führte, dass die Bevölkerung Bostons eine Bewerbung ihrer Stadt für die Olympischen Sommerspiele 2024 ablehnte. In seinem Buch „Circus Maximus“ spricht er von „weißen Elefanten“, die überall entstehen, wo Spiele abgehalten werden. Elefanten mit fast weißer Haut waren im alten Siam besonders wertvolle Geschenke, sie durften aber nicht zur Arbeit benutzt werden, so dass nur sehr reiche Menschen sie sich leisten konnten. In der Welt des Sports sind „weiße Elefanten“ nutzlose Großprojekte wie Stadien, die nur einmal gebraucht werden und danach ungenutzt herumstehen und die Steuerzahler des jeweiligen Landes viel Geld kosten. Der Film begibt sich auf Spurensuche, zum Beispiel in Athen. Dort fanden 2004 Olympische Sommerspiele statt. Zwölf Jahre danach stehen dort Ruinen, deren Unterhalt der griechische Staat längst nicht mehr garantieren kann und privaten Investoren überlassen hat. In Rio de Janeiro steht die Schwimmhalle der Panamerikanischen Spiele von 2014 leer, weil der internationale Schwimmsportverband eine neue Arena für Rio 2016 gefordert hat. Außerdem ist in Brasilien auf Schritt und Tritt der übermächtige Fußball zu spüren. Brasilianische Leichtathleten müssen in weit entlegenen Sportstätten trainieren, weil aus dem früheren Leichtathletik-Stadion Célio de Barros ein VIP-Parkplatz für das nebenan stehende Maracanã-Stadion gemacht wurde. Paris, das sich für die Sommerspiele 2024 bewirbt, will beweisen, dass die Abkehr vom Gigantismus vergangener Spiele gelingen kann. Im September 2017 fällt das IOC die Entscheidung, wo die Olympischen Sommerspiele 2024 stattfinden werden.

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