Drogen kann man nicht erschießen
Wege aus dem Drogenkrieg
Deutschland 2015, 75 Min.

Regie
Peter Puhlmann
Buch
Peter Ruhlmann
Kamera
Andreas Schäfauer, Andreas Bulling, Thomas Aigner, Felicitas Klopp, Michaela Calmbacher
Ton
Detlef Reusch
Schnitt
Michaela Calmbacher
Fernsehsender/Produktion
SWR/arte, Red. Roberto Sanchez

Nachdem der damalige US-Präsident Richard Nixon 1971 den Drogenmissbrauch als Staatsfeind Nummer eins erklärte, begann ein weltweiter Krieg gegen die Drogen. Der Krieg wurde dort geführt, wo die Rohstoffe wachsen, in Lateinamerika zum Beispiel, und nicht dort, wo das Drogenproblem besteht, hauptsächlich in Europa und den USA. Doch Drogen sind erhältlich wie eh und je, und billiger als je zuvor. In den Transitländern des Drogenschmuggels und auf den großen Märkten in den USA und Brasilien gibt es die meisten Tötungsdelikte. 47 der 50 gefährlichsten Städte der Welt liegen dort. Die Länder in Lateinamerika sind es leid, den Preis für ein Problem zu bezahlen, das nicht ihres ist. Deshalb hat die UN-Generalversammlung ab dem 19.04.2016 eine Sondersitzung zum weltweiten Drogenproblem in New York einberufen. In Deutschland und Frankreich mehren sich die Stimmen, die die vorwiegend repressive Politik in Frage stellen. Die ehemalige Schweizer Bundespräsidentin Ruth Dreifuss, Mitglied der Weltkommission für Drogenpolitik, der auch der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan angehört, sagt, erklärtes Ziel sei, den Schwarzmarkt nicht nur einzudämmen, sondern auszutrocknen. Der Film zeigt die neuen Wege aus dem Drogenkrieg und wurde in zehn Ländern gedreht: Großbritannien, Portugal, Spanien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, USA, Kolumbien, Bolivien und Mexiko.

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