Ephraim und das Lamm
Äthiopien, Frankreich, Deutschland, Norwegen, Katar 2015, 91 Min.

Regie
Yared Zeleke
Buch
Yared Zeleke
Kamera
Josée Deshaies
Ton
Till Röllinghoff
Musik
Christophe Chassol
Schnitt
Veronique Bruque
Darsteller
Rediat Amare, Kidist Siyum, Welela Assefa, Surafel Teka, Rahel Teshome
Fernsehsender/Produktion
Gloria Films, Slum Kid Films, Heimatfilm

Als der neunjährige Ephraim von seinem Vater zu Verwandten ins grüne Hochland Äthiopiens gebracht wird, um der Dürre zu entgehen und selbst in der Stadt Arbeit zu suchen, nimmt der Junge sein geliebtes Lamm Chuni mit, das er von seiner verstorbenen Mutter bekommen hat. In der neuen Umgebung, zwischen verbotenen Wäldern und magischen Bergen, fühlt sich der Junge fremd und sehnt sich zurück nach Hause. Ephraim verfügt über eine heimliche Leidenschaft, das liebevolle Zubereiten köstlicher Speisen, mit denen er seine Tanten begeistert, aber von seinem Onkel für diese „Frauenarbeit“ nur Spott und Zorn erntet. Stattdessen soll er auf dem Feld helfen, was dem Jungen nicht liegt. In seiner rebellischen Cousine Tsion findet Ephraim eine Verbündete. Sie liest lieber Zeitung und denkt über neue Ideen des Landbaus nach, als sich einen Ehemann zu suchen. Als sein Onkel will, dass Ephraim das Lamm für das anstehende Fest des Heiligen Kreuzes opfert, ist er entschlossen, seinen Gefährten zu retten und mit ihm in die Heimat zurückzukehren. Mit Verkäufen seiner kleinen Leckereien auf dem Markt will er das nötige Kleingeld für das Busticket verdienen. Doch als er es schon fast geschafft hat, muss Ephraim lernen, dass Flucht kein Ausweg mehr ist. So erzählt der Film auch die Geschichte eines Jungen auf der Suche nach einem Neuanfang in der Fremde und dem Erkennen der eigenen Möglichkeiten im Abschied.

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