Regie
Sarah Zierul
Buch
Sarah Zierul
Kamera
Marcus Winterbauer
Ton
Moritz Springer
Musik
Stefan Döring
Schnitt
Maximilian Dederichs
Fernsehsender/Produktion
WDR, PG Wissen und Religion, Red. Andrea Ernst, Längengrad Filmproduktion GmbH, Sarah Zierul

Der Textildiscounter Kik muss vor Gericht. Brandopfer einer pakistanischen Fabrik, die vor allem für Kik fertigte, verklagen den Konzern auf Schadensersatz. Ein Prozess mit Signalwirkung: Erstmals könnte ein deutsches Unternehmen für die Zustände, unter denen es im Ausland produzieren lässt, haftbar gemacht werden. Seit Jahren kommt es immer wieder zu Katastrophen in Textilfabriken, bis heute wird Kleidung auch für deutsche Modefirmen oftmals unter menschenunwürdigen Bedingungen produziert. Geht das auch anders? Der Film trifft junge Designer und begleitet große Modekonzerne wie die Otto Group bei ihrem Einsatz für fair hergestellte Kleidung und deckt dabei erstaunliche Schwierigkeiten und Widerstände auf. So wird der Weg der Kleidung vom Baumwollfeld zum Kleiderbügel meist kaum kontrolliert, der Ausbeutung öffnet das Tür und Tor. Doch vor allem die Kunden spielen nicht mit. Trotz aller Lippenbekenntnisse kaufen sie kaum faire Kleidung. Beim Shopping interessiert der Stil, der Preis und erst ganz zuletzt die Moral. Kann die Politik für faire Kleidung sorgen? Welche Rolle spielen Kirchen, Händler und NGOs wie die Kampagne für Saubere Kleidung? Ein Film über Wege zu menschengerechter Kleidung und darüber, wie wichtig es ist, dass jeder Einzelne sich dafür engagiert.

Kontakt: WDR, PG Wissen und Religion, Tel.0221-220-8021, e.mail: andrea.ernst@wdr.de