Regie
Klaus Uhrig, Till Krause
Buch
Klaus Uhrig, Till Krause
Kamera
Paul-Goeg Busse
Musik
Christoph van Hal
Schnitt
Heidi Leihbecher
Fernsehsender/Produktion
Radio Bremen/arte, Florianfilm GmbH

Es gibt tatsächlich Pflanzen, die in ihren Blättern so viel Schwermetalle speichern, dass man damit verseuchte Böden entgiften kann. Mit anderen kann man Rohstoffe gewinnen. Der Film geht dem Phänomen des sogenannten Phytomining beziehungsweise der Phytosanierung, der Entgiftung von verunreinigten Böden durch Pflanzen, auf den Grund. Mehr als 500 sogenannte Hyperakkumulatoren haben Wissenschaftler inzwischen identifiziert. Auf dem Südsee-Archipel Neukaledonien, das vom Nickelbergbau lebt, werden mit Hilfe von Hyperakkumulatoren verseuchte Böden auf den Abraumhalden der Minen renaturiert. In England befassen sich Forscher mit dem Gebirgs-Hellerkraut, das im Umfeld der stillgelegten Bleiminen im Peak District auf mit Schwermetallen verseuchten Böden wächst und Blei, Zink und Cadmium anreichern kann. In Albanien bauen Landwirte auf brachliegenden Flächen Mauer-Steinkraut an, um Nickel zu gewinnen. In einem Forschungslabor im französischen Nancy konzentrieren sich die Forscher auf Pflanzen, die die sogenannten Seltenen Erden anreichern können, die in Handys und Computern stecken, oder auch Platin und Palladium, die in Katalysatoren oder in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt und die Forschung hat gerade erst begonnen, denn viele Jahre wurde das Potenzial der Pflanzen unterschätzt. Doch nun bietet sich die einmalige Chance, einer wissenschaftlichen Revolution beim langsamen, aber steten Wachsen zuzusehen. Vielleicht werden in Zukunft tatsächlich im großen Stil Abraumhalden und Giftmülldeponien mit Hilfe dieser Pflanzen gereinigt. Und vielleicht macht es der Verkauf der so gewonnenen Metalle irgendwann wirklich möglich, die Umwelt zu schützen und gleichzeitig Geld damit zu verdienen.

Kontakt: Florianfilm, Unter Krahnenbäumen 4, 50668 Köln, Tel. 0221-2005280 e-mail: post@florianfilm.de