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Buch/Regie:
Ines Possemeyer
Kamera:
Roland Gockel
Ton:
Frieder Salm
Schnitt:
Ulf Albert
Fernsehsender/Produktion:
MedienKontor FFP GmbH
Verfügbare Formate: BETA-SP, VHS
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Dakar,
die Hauptstadt Senegals: In der westafrikanischen Millionen-Metropole zu
überleben, ist für viele Menschen eine Frage der Improvisation und der
Kreativität. In vielen Vierteln hat die Not einen ganz eigenen Boom
hervorgebracht: Die Menschen sammeln, was andere weggeworfen haben –
und wandeln diese Abfälle in „Neues“ um. Alte Konservendosen werden
zu Spielzeugautos, Lampen und Koffern, Kronkorken zu Körben, Motoren zu
Kochtöpfen. So entstehen Gebrauchsgegenstände für Arme - aber auch
Spielzeuge und Möbelstücke, die in Europa bereits als Kleinkunst
gehandelt werden.
Der 31-Jährige Malick Mbaye weiß zu schätzen,
was andere Menschen wegwerfen. Zusammen mit seinem Kompagnon Alassane
Diop, 26, bastelt er daraus mit meist improvisierten Werkzeugen
Kommoden, Koffer oder Gießkannen, aber auch Spielzeugflugzeuge, -fahrräder
und -autos. Sogar aus Europa erhalten die beiden inzwischen Aufträge:
per Fax an einen benachbarten Telefonladen. Ganze
Stadtteile Dakars leben von der Müll-Verwandlung. Aus
Mangel an erschwinglichen Materialien ist selbst in der bildenden Kunst
eine Recycling-Strömung entstanden, die längst international Beachtung
findet. Die meisten Menschen jedoch können durch den Müll gerade ihr
Überleben sichern: In dem Viertel Colabane werden Aluminium-Abfälle in
Holzkohlefeuern geschmolzen und bei sengender Hitze zu Kochgeschirr und
Rohren gegossen; auf der Müllkippe Mbeubeuss suchen Männer, Frauen und
Kinder nach Wiederverwertbarem, das sie in einem angrenzenden Dorf an Händler
verkaufen. Da die Verwandlungswirtschaft für viele Menschen die einzige
Möglichkeit ist, ihre Existenz zu sichern, hat eine
Entwicklungshilfeorganisation die Schule „Ecopole“ gegründet, in
der Kinder und Jugendliche in Recycling-Handwerken ausgebildet werden.
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